Gruß und Infos im neuen Jahr

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer IEF-Deutsche Region,

herzlich grüße ich Sie im begonnenen Jahr 2021, in dem alle auf neue Möglichkeiten der Begegnung und des Austauschs warten! Aktuell können viele Veranstaltungen nur online stattfinden, die auf ihre Weise Möglichkeiten der Teilhabe bieten. So haben wir es im Dezember anstelle der geplanten Tagung mit unserem Online-Seminar „Gemeinsam am Tisch des Herrn“ gehalten, zu dem eine Folgeveranstaltung in Planung ist. Darüber und über weitere Planungen der IEF-Deutsche Region werde ich Sie an dieser Stelle zur gegebenen Zeit informieren oder auf Projekte und Veranstaltungen anderer hinweisen, die im ökumenischen Interesse der IEF liegen.

Aus gegebenem Anlass weise ich Sie gerne hin auf das folgende bundesweite Projekt und eine Veranstaltung der Melanchthon-Akademie Köln:

1. 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Am 21. Februar 2021 beginnt das Festjahr „Jüdisches Leben in Deutschland“: Seit dem Edikt des Kaisers Konstantin vom 11. Dezember 321, dass Juden Ämter in der Kurie, der Stadtverwaltung Kölns, bekleiden können und sollen, ist belegt, dass jüdische Gemeinden bereits seit der Spätantike wichtiger integraler Bestandteil europäischer Kultur sind. Aus diesem Anlass werden unter dem Namen #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland bundesweit rund tausend Veranstaltungen ausgerichtet – darunter Konzerte, Theater, Ausstellungen, Video-Projekte, Filme. Ziel des Festjahrs ist es, jüdisches Leben sichtbar und erlebbar zu machen und dem erstarkenden Antisemitismus etwas entgegen zu setzen. Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und wichtige Instituionen haben sich zusammengeschlossen, um dieses Ereignis unter Leitung eines eigens gegründeten Vereins zu begehen. Es wird unterstützt vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat, auf Beschluss des deutschen Bundestages, von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, vom Landtag Nordrhein-Westfalen und der Stadt Köln.

An vielem können Sie teilhaben über die Homepage https://2021jlid.de

Die Auftaktveranstaltung „Festakt – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Steinmeier und wird am 21. Februar von 16.30 – 17.30 Uhr im Ersten (ARD) ausgestrahlt. Rund um diesen Festakt sendet das Erste(ARD) weitere spannende Beiträge.

2. Selbstbestimmt mit der Gabe des Lebens umgehen?

Zurzeit findet eine intensive Debatte um die Möglichkeiten und Grenzen eines assistierten Suizids statt. Ausgangspunkt der Debatte ist das Urteil des Bundesverfassungsgericht vom 26.02.2020 zum Beschluss des Bundestages 2015, die „geschäftsmäßige Förderung der SElbsttötung“ zu verbieten: es wertete die Freiheit des Einzelnen höher, sich das ggf. mit Hilfe von Assistenz das Leben zu nehmen. Eine gesetzliche REgelung steht noch aus. Viel tiefer geht die ethische Diskussion des Problems und die Frage nach den Menschenbildern, die die einzelnen Positionen für oder gegen einen assistierten Suizid leiten. Evangelische Stimmen haben sich in den letzten Wochen mit unterschiedlichen Voten zu Wort gemeldet. Der ehemalige Ratsvorsitzende der EKD, Prof. Dr. Wolfgang Huber, beteiligt an dieser offenen Debatte, wird am 22. Februar von 19-21 Uhr in einem Online-Vortrag und Gespräch seine Position erläutern und zur Diskussion stellen.

Kooperationspartner dieser Veranstaltung sind: Evangelische Akademie im Rheinland, Melanchthon-Akademie Köln und Evangelisches Forum Bonn.

Anmeldung über die Internetseite der Melanchthon-Akademiehttps://www.melanchthon-akademie.de/ (dort in der Programm-Liste den Vortrag auswählen) oder oder 0228 47989850.

Mit besten Grüßen

Ute Kannemann, Präsidentin der IEF-Deutsche Region

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Gemeinsam am Tisch des Herrn